Täter – Täterbilder – Bilder von Täter*innen

9. Januar 2026, 19:00 Uhr, Kiezraum auf dem Dragonerareal

Eine Veranstaltung von UpStadt e.V. mit Dr. Christoph Kreutzmüller, Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin. Musikalische Begleitung: Isabel Neuenfeldt

Am 11. Januar 1919 kam es auf dem heutigen Dragonerareal hinter dem Finanzamt Kreuzberg zu politischen Morden. Die Täter sind Teil einer offiziellen „Regierungstruppe“, die kurz darauf als „Freikorps“ weiter morden wird. Sie werden nie für ihre Taten belangt. Ihr Kommandeur ist Major Franz von Stephani, der in den 1920er Jahren an führender Stelle in völkischen Wehrverbänden aktiv sein wird und ab Herbst 1933 für die NSDAP im Reichstag sitzt.


Franz v. Stephani (Mitte) 1929 mit Alfred Hugenberg (links) und Franz Seldte (rechts) bei einer Versammlung im Berliner „Sportpalast“. (Bundesarchiv, Bild 102-14722, Foto: Georg Pahl)

Ausgehend von v. Stephanis Biografie, möchten wir an diesem Abend folgenden Fragen nachgehen: Welche Bilder von Täter*innen haben wir selbst? Gibt es Antworten auf die Frage, was Täter*innen ausmacht und warum sie zu Täter*innen werden? Was sind Erkenntnisse aus der Forschung zur NS-Zeit und wie können wir diese im Anbetracht des weiter zunehmenden Rechtsextremismus und des Erstarkens der AFD nutzen?

In seinem Vortrag untersucht der Vorstandsvorsitzende des Aktiven Museums und stellvertetende Leiter des Forschungsprojekts LastSeen, Christoph Kreutzmüller, wer in der NS-Zeit die Fotos insbesondere der Deportationen gemacht hat, und welche unter-schiedlichen Tätergruppen auf den Bildern zu identifizieren sind. Wer also ist zu sehen und was bleibt außen vor?

So findet man den Kiezraum auf dem Dragonerareal:

Den Flyer zur dieser Veranstaltung können Sie hier gerne downloaden, um ihn weiterzuverteilen: GLOX_Taeterbilder_Flyer_2026-01-09

Tag des offenen Denkmals 2025

Sonntag, 14.09.2025, 14:00 Uhr
Vortrag und Spaziergang durch die Geschichte des Dragonerareals


Treffpunkt: Mehringdamm / Obentrautstaße (Standort des Aktionscontainers)
Das Gelände der ältesten noch als Ensemble erkennbaren preußischen Kaserne in der Berliner Innenstadt befindet sich im Umbruch. Vieles ist abgesperrt, einiges schon abgerissen. Wir erkunden in den noch zugänglichen Bereichen die vielen bauhistorische Spuren und Nutzungsschichten des Geländes, und informieren in einem erhaltenen Stallgebäude über die Militär‑, Gewalt-, und Gewerbegeschichte des Areals. Zudem werfen wir ein Schlaglicht auf den aktuellen Stand der Geländeentwicklung.


UpStadt e.V.  | Anmeldung empfohlen: info{at}upstadt.de

8. September 2025, 19:00 Uhr, Kiezraum auf dem Dragonerareal
Erneute Veranstaltung zur NS-Zwangsarbeit auf dem Areal
UpStadt e.V. im Rahmen der Kreuzberger Kiezwoche.
Beschreibung
siehe unten, Veranstaltung 10.01.2025. 

NS-Zwangsarbeit auf dem Dragonerareal

10. Januar 2025, 18:00 Uhr, Kiezraum auf dem Dragonerareal
Eine Veranstaltung von UpStadt e.V. in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und dem  FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum


Symbolbild: Russische Zwangsarbeiter in Peenemünde, © Bundesarchiv RH8II Bild-B0270-43 BSM

Das Dragonerareal war in den Jahren des Zweiten Weltkrieges ein Ort der massiven Zwangsarbeit bei mehreren der damals dort ansässigen Firmen. Auf dieser Veranstaltung geben wir einen Überblick über Dimensionen und Formen der Zwangsarbeit (auch) auf dem Dragonerareal, und kombinieren dabei Informationen mit Musik und szenischen Lesungen. Die Lesungen stützen sich auf neues Material zur Zwangsarbeit in der Werkstatt der Adlerwerke auf dem Dragonerareal, das wir in den Archiven finden konnten: auf Namen und Zeugenaussagen aus den unmittelbaren Nachkriegsjahren, auf Anschuldigungen und Entlastungsversuche. In diesen Aussagen werden die Verhältnisse von damals lebendig. Es werden Sachverhalte mitgeteilt, aber darüber hinaus schimmert in der verwendeten Sprache auch die Selbstverständlichkeit, Alltäglichkeit und „Normalität“ der Gewaltverhältnisse durch.

Initiative Eva-Mamlok-Platz

23. Januar 2025, 18:00, AGB PopUp der Amerika Gedenkbibliothek

VORANKÜNDIGUNG: Veranstaltung des Freundeskreises der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) in Kooperation mit UpStadt e.V.

Mit der Initiative Eva-Mamlok-Platz plädiert UpStadt e.V. für die Ehrung einer jüdischen Widerstandkämpferin mit außergewöhnlichem Mut. Schon als noch nicht strafmündige Jugendliche stellte sich Eva Mamlok gegen Hitler und dessen menschenverachtende Politik, die in die millionenfache Ermordung von Juden und Jüdinnen mündete. Ihre erste Widerstandsaktion fand nach mündlicher Überlieferung am Blücherplatz statt: Dort kletterte sie auf das Dach des Warenhauses Tietz und schrieb „Nieder mit Hitler“ darauf. Tietz wurde später durch ‚Arisierung‘ und Entrechtung jüdischer Mitbürger*innen enteignet. Heute ist dort das Einrichtungshaus Poco – das Gebäude ist also noch erhalten.

Entstanden ist die Initiative nach einem Besuch der eindrucksvollen Ausstellung Gruppe Eva Mamlok – Widerstandsgeschichten im FHXB-Museum Friedrichshain-Kreuzberg. Alexandra Weltz-Rombach bringt als Initiator*in der Ausstellung ihre Expertise in die Veranstaltung ein.

Tag des offenen Denkmals

Samstag, 07.09.2024, 15:00 Uhr
Spaziergang „Vom Upstall zum Gemeinwohlquartier“

Treffpunkt: Mehringdamm / Obentrautstraße (Standort des Aktionscontainers)

Der Tag des offenen Denkmals 2024 steht in Berlin unter dem Motto „Zeitzeugen der Geschichte“. Für das Dragonerareal gilt der im Motto verwendete Plural ganz besonders – entlang der baulichen Spuren auf dem Areal lassen sich Militärgeschichte, Stadtteilgeschichte, Revolutions- und Demokratiegeschichte, „Automobilitätsgeschichte“ und vieles andere mehr erzählen. Ebenso natürlich die aktuelle, hoffentlich gelingende gemeinwohloriente Quartiersentwicklung im und neben dem historischen Ensemble. Wir treffen eine Auswahl …


UpStadt e.V.
Anmeldung empfohlen: peter.manz{at}upstadt.de

Architektur + Gemeinwohl | Modelle für das Dragonerareal

Freitag, 21.6.2024, 17-19:00 Uhr

Treffpunkt: Kiezraum hinter dem Finanzamt Kreuzberg am Mehringdamm

Der Kunst Leistungskurs des Dathe Gymnasiums unter der Leitung von Frau Kiefer und Frau Dr. Bartl und der Geschichts- und Lernort Kreuzberg GLOX laden herzlich zur Präsentation ein. Im Rahmen des Architektursemesters entstandenen Testgebäude und Module für die Nordbebauung des Dragonerareals unter Aspekten von sozialer Stadtentwicklung und Gemeinwohl.

 

Ausstellung/Vernissage: DRAGONERAREAL ENTDECKEN – GLOX on TOUR.

+ +  Ausstellung online: tour.glox.berlin + +

 

UpStadt e.V. lädt ein zur Eröffnung seiner ersten Ausstellung.
Samstag, 2.9.2023, 15:00 Uhr
Ort: hinter dem Finanzamt Kreuzberg. Zugang über den Parkplatz Mehringdamm/Ecke Obentrautstraße

Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes hinter dem Finanzamt Kreuzberg nach: von der gemeinschaftlich genutzten Weidefläche der Tempelhofer Bauern bis zur gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung der Gegenwart.
Die militärische Überformung des Geländes seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist ebenso Thema wie das ‚Zentrum der Automobilität‘, das dort nach dem Ersten Weltkrieg entstand.

Einen Schwerpunkt legt die Ausstellung auf die Revolutionszeit 1918/1919. Am 11. Januar 1919  fand hier ein Ereignis statt, das die Gewalt eskalieren ließ und für die erste deutsche Demokratie zur schweren Bürde wurde: Sieben unbewaffnete Revolutionäre wurden im Hof von der Kasernenbesatzung grausam misshandelt und ermordet. Das Dragonerareal ist daher auch ein Ort kritischer deutscher Demokratiegeschichte mit Bezügen zur Gegenwart. Damals wie heute geht es um die Gefährdung der Demokratie, Hetzrede,  Verschwörungserzählungen und den Aufbau von Feindbildern.

Eine digitale, barrierefreie Version der Ausstellung – gestaltet von der Künstlerin Maria Korporal – gibt es ab dem 2.9.2023 auch im Internet unter tour.glox.berlin


UpStadt e.V. setzt sich für die Einrichtung eines Geschichts- und Lernorts [GLOX] in den historischen Kasernenställen ein.

 

Tag des offenen Denkmals 2023

Samstag, 9.9.2023, 11:00 Uhr: 
Spaziergang „Schichten, Geschichten, Geschichte auf dem Dragonerareal“

Treffpunkt: Zugangsbereich zum Gelände am Mehringdamm am Nordende des Finanzamtes (Standort des Aktionscontainers).

Führung über das Gelände hinter dem Finanzamt Kreuzberg, dem sogenannten Dragonerareal im Rathausblock. Die Geländegeschichte, die vielen bauhistorischen Spuren und Schichten sowie die damit verbundenen historischen Ereignisse spiegeln Stadtgeschichte und deutsche Geschichte insgesamt. Der Tag des offenen Denkmals 2023 steht in Berlin unter dem Motto „Voller Energie“. Gemeint ist auch die „goldene Energie“, der kulturelle und erinnerungskulturelle Mehrwert des baulichen Erbes – und dieser ist hier in vielen Dimensionen zu entdecken.


UpStadt e.V. i.G.s.
Uta Wehde und Holger Gumz
Anmeldung empfohlen:
Holger Gumz: / 0170-576 20 38 / holger.gumz{at}t-online.de